Geschichte der Spielstätte


Begonnen hat die Geschichte des Figurentheaters Grashüpfer, als sich im September 1984 in einem Hinterhaus in der Dolziger Straße im Friedrichshain eine kleine Gruppe von Amateurpuppenspielern zusammenfand, um mit viel Einfallsreichtum und Engagement Stücke für Vorschulkinder einzustudieren. Initiiert hatte dies alles Sigrid Schubert, Mutter zweier Mädchen, von Hause aus eigentlich Informartikerin.

Dere Erfolg der kleinen Truppe kam schnell: Teilnahme am UNIMA-Kongreßmin Dresden, der „olympiade“ der Puppenspieler, und am Festival in Chrudim bei Prag, Goldmedaille bei den Arbeiterfestspielen in Gera usw.


 

 

 

Nach der „Wende“ wendeten sich auch die Förderbedingungen für kleinkünstlerische Unternehmungen dieser Art. Neue Ideen, Eigeninitiative und Professionalisierng waren angesagt.
Das lief bis etwa 1994 überraschend erfolgreich, bis sich der wendebedingte Geburtenknick auswirkte und die Besucher einfach weniger wurden. Das Kulturamt hatte den Raum gekündigt, und ein privater Vermieter machte das Arbeiten schwer. Der Hinterhof hatte zwar Charme, war aber eng und die Nähe zu den Bewohnern manchmal zu groß. Die kleine Spielstätte im Friedrichshain mußte aufgegeben werden.

Ein Neuanfang gelang zunächst unter dem schützenden Dach des „Förderbandes“ einer kulturorientierten Beschäftigungsgesellschaft, und später des Vereins „offensiv’91 e.V.“, zu dessen Mitbegründerinnen Sigrid Schubert zählte.

Doch das Figurentheater Grashüpfer aus dem Bezirk Friedrichshain war auf der Suche nach einem neuen Domizil. Das Angebot des Bezirksamtes zur Nutzung des kleinen Pavillons im Treptower Park war ein Glücksfall. Weitestgehend mit eigener Kraft entstand ein kleiner Theatersaal mit 60 Plätzen.

Seit dem 1.Juni 1997, als wir zum ersten Mal die Pforten dieses Hauses öffneten, fanden jährlich bis zu 16.000 Besucher den Weg in unsere  Räume. Etwa 300 Vorstellungen an den 25 Stücken finden pro Jahr statt, dargeboten  von fast 20 Gast-Ensembles und Solo-Künstlern.